Polizeipräsidium München (Hrsg.), Kulturreferat der Landeshauptstadt München (Hrsg.), Joachim Schröder
Die Münchner Polizei und der Nationalsozialismus
lieferbar, erschienen am 20.09.2013
208 Seiten, zahlr. teils farb. Abb., Hardcover, 18,95 €
ISBN: 978-3-8375-0996-0

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Die Polizei war ein zentrales Herrschaftsinstrument des NS-Regimes. Dies haben zahlreiche Studien und Ausstellungen in jüngerer Zeit hinreichend dokumentiert. Die Münchner Polizei machte hier keine Ausnahme. Es sind aber besondere Umstände, die sie von anderen Polizeibehörden unterschied: Sie war diejenige Behörde, die mit der NSDAP seit deren Gründung 1919/20 in Berührung kam. Als antidemokratische, nationalistische Bürgerkriegspartei konnte sich die NSDAP unter den Augen der Polizei bis zum Hitler-Ludendorff-Putsch 1923 unbehelligt entwickeln – erst danach ging die Polizei gegen die von der NSDAP ausgehende Gefahr vor. Darüber hinaus legte Heinrich Himmler als erster nationalsozialistischer Polizeipräsident in München den Grundstein zu seiner steilen Karriere, die ihn zum Chef des gesamten NS-Terrorapparates machen sollte. Bereits am 20. März 1933 verkündete Himmler die Eröffnung eines großen Konzentrationslagers vor den Toren der Stadt. Von Anfang an waren alle Polizeisparten an der Verfolgung derjenigen beteiligt, die als Gegner des Regimes, als „Volksfeinde“, betrachtet wurden.


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