Gisela Wallgärtner
Heessen und die Zeche Sachsen 1912-1976
lieferbar, erschienen am 01.04.03
256 Seiten, Abb., Broschur, 14,90 €
ISBN: 978-3-89861-158-9

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Mit dem ersten Spatenstich am 12. Januar 1912 für die Doppelschachtanlage Sachsen begann in Heessen ein enormer Strukturwandel. Die ländlich strukturierte Gemeinde wurde über 64 Jahre durch das Bergwerk entscheidend verändert und geprägt. Auf Grund des großen Bevölkerungszuwachses stand die Gemeinde vor riesigen Aufgaben beim Wohnungsbau, Ausbau der Infrastruktur und vor allem beim Schulbau. Die Übertageanlagen des Bergwerks wurden in den1920er Jahren maßgeblich durch den bekannten Architekten Alfred Fischer ausgebaut.
Im Zuge der Weltwirtschaftskrise 1932/33 kämpften Zeche und Geminde für den Erhalt des Insdustriestandorts. Als Teil der "Reichswerke Hermann Göring" erreichte die Zeche Sachsen in der Zeit des Nationalsozialismus eine Förderkapazität von 1 Mio. Tonnen Kohle. 1944 waren nach einer Schlagwetterexplosion 169 Tote zu beklagen, davon 113 polnische und russische Zwangsarbeiter. Nach dem Wiederaufbau des Bergwerks erfolgte in den 1950er und 1960er Jahren die Abteufung von neuen Schächten. Der Zuzug von Bergleuten und Vertriebenen sowie der stetige Ausbau der Gemeinde mit öffentlichen Einrichtungen ließ Heessen 1964 zur Stadt aufsteigen. 1975 konnte der Ort auf eine 1000-jährige Geschichte zurückblicken. Im Zuge der Kommunalen Neugliederung verlor er seine Selbstständigkeit an die Großstadt Hamm. Zeche Sachsen musste 1976 als Teil der Ruhrkohle AG wegen zu hoher Kosten für die Erschließung neuer Kohlefelder seinen Betrieb einstellen.


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