Zur Schriftenreihe "Studien zur Sportpolitik"

Das Handlungsfeld Sportpolitik hat in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Durch die wachsende Verflechtung des Sports mit anderen gesellschaftlichen Problemfeldern – insbesondere in kommerzieller Hinsicht –, durch die zunehmende Europäisierung und Internationalisierung des Sports sowie durch eine verstärkte Intervention politischer Akteure bei der Ausgestaltung des Sports zeichnen sich immer stärkere Interaktionen zwischen Sport und Politik ab. Dort, wo der Sport jahrelang weitgehend autonom
Entscheidungen traf, agieren heute die unterschiedlichsten staatlichen verbandlichen und privaten Akteure. Die hierbei zum Tragen kommenden Formen der Interessenvermittlung und
Entscheidungsfindung weisen zum Teil kooperative Muster auf, bisweilen zeichnen sich aber auch neue Konfliktlinien ab.
Die Zielsetzung der neuen Schriftenreihe besteht darin, grundlegende Entwicklungslinien,
aktuelle Eckpunkte und künftige Perspektiven der Sportpolitik durch systematische Analysen zu veranschaulichen. In diesem Zusammenhang werden sowohl theoretische und konzeptionelle Ansätze vorgestellt, als auch sportpolitische Strukturen und Veränderungen im Institutionen- und Normengefüge der Sportpolitik auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene beleuchtet. Darüber hinaus werden auch allgemeine Willensbildungs- und Entscheidungsprozesse sowie konkrete Kooperationen und Konflikte in einzelnen Handlungsfeldern der Sportpolitik wissenschaftlich aufgearbeitet.
Herausgegeben werden die Bände von den Initiatoren des Symposiums Sportpolitik
• Prof. Dr. Jürgen Mittag (Deutsche Sporthochschule Köln)
• Prof. Dr. Wolfgang Buss (Universität Göttingen)
• Dr. Michael Groll (Deutsche Sporthochschule Köln)
• PD Dr. Sven Güldenpfennig (Aachen, eheml. Leiter des Deutschen Olympischen Instituts)